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Tod, Zwischenwelten und Tiere

Manche glauben, dass Menschen nach dem Tod automatisch weise sind. Das kann so sein, muss es aber nicht. Meiner Erfahrung nach gehen einige Menschen hinüber so wie es in vielen Büchern beschrieben wird. Da ist das Licht, der Tunnel, Verwandte und Lichtwesen, das eigene Leben wird geschaut. Von dieser Schau habe ich in meinem 21. Lebensjahr einen eigenen Eindruck in einer Nahtoderfahrung erhalten. Ein Wagen, in dem ich saß, geriet auf einer Autobahn bei Nacht bei Glatteis ins Schleudern und das Auto prallte mit ungeheurer Wucht auf einen Brückenpfeiler.

Wir waren zwei Insassen und neigten uns zueinander. Vor dem Aufprall „sah“ ich mein ganzes bisheriges Leben. Obwohl es sich nur um einen Sekundenbruchteil gehandelt haben dürfte, „erfuhr“ und „sah“ ich in diesem Augenblick mein gesamtes Leben klar und deutlich vor mir. Ausführlich, ruhig, in aller Klarheit. Jede Einzelheit, umfänglich, vollständig. Jenseits von Zeit und Raum. In Frieden.

Wie durch ein Wunder blieben wir nahezu unverletzt. Das Auto, ein schwerer Buckelvolvo, erlitt einen Totalschaden, ich einen Rippenbruch. Erwähnenswert ist noch, dass wir vor dem Unfall bei einer Tankstelle angehalten hatten, und ich „vergaß“, den Gurt anzulegen. Mein Begleiter sah dies und machte den Gurt fest.

Wenn Menschen sterben, ist es so ähnlich und die Toten reisen sozusagen weiter, fürs erste je nach ihrem Glauben und ihren Vorstellungen. Später dann auf der anderen Seite des Schleiers gibt es meiner Erfahrung nach viele, viele Situationen. Es gibt „Orte“, wo noch einmal alles geschaut werden kann, um zu vertiefen, was in dem vergangenen Leben geschehen ist. Dort gibt es auch Mentoren, die dabei helfen.

Es gibt verschiedene Befindlichkeiten im Jenseits, verschiedene Ebenen und Seinsweisen. Manchmal gibt es einen Nachholbedarf. Es gibt Situationen, in denen Verstorbene zusammenkommen und sich beinahe wie auf Erden miteinander treffen. Die Gebrechen sind abgefallen, die Leichtigkeit des Seins und Wandlungsfähigkeit werden im günstigen Fall genossen.

Manche tun etwas, wozu sie im Leben nie in der Lage waren, „leben“ dies aus. Sie fliegen zum Beispiel und es bringt ihnen großen Spaß. Irgendwann machen Sie sich vielleicht wieder bereit zu inkarnieren. Der Tod ist eine Tür, die Geburt in ein anderes Leben. Die Geburt eines Kindes in unser Leben hinein ist öfter mit Anstrengungen verbunden. So ist die Geburt in das Leben im Jenseits öfter auch ein wenig ruckelig, was aber nicht so sein muss.

Vielleicht bemerken Sie, dass ich es gerade vermeide, Verstorbene zu sagen oder Seelen. Oder Geistkörper… Denn ganz so einfach ist das irgendwie nicht zu benennen. Es ist zu vielfältig, um es in Worte zu fassen. Ich nehme es so, wie es kommt, ohne es in seiner Gesamtheit verstehen zu müssen. Es gibt viele Ebenen. Bei einem buddhistischen Lehrer habe ich einmal gelesen, dass es fünf Dimensionen gibt, die höhere Entwicklungsstufen darstellen als der Mensch und fünf darunter, wo es auch unterweltliche Szenarien gibt. Solche Gliederungen sind nur Annäherungen, aber hilfreich.

Ein Mensch, der sein Leben „unerleuchtet“ gelebt hat, kann in der Sekunde seines Todes „erleuchtet“ werden. So sollten wir nie über den Entwicklungsstand anderer urteilen, denn wir wissen es nicht.

Andere – und über die möchte ich jetzt sprechen – bleiben sozusagen in einer Zwischenwelt stecken. Das kann passieren, weil der Tod zu plötzlich gekommen ist und der Mensch bzw. sein Gefühlskörper einen Schock erleidet. Manchmal realisiert dieser Mensch dann nicht, dass er gestorben ist und hält sich vielleicht jahrhundertelang nahe unserer Sphäre auf in dem Glauben, dass er genauso lebt wie wir und nur das Umfeld ein wenig seltsam geworden ist. Oft sind diese Wesen verwirrt. Wenn sie nahe unseres Zuhauses leben, kann das sozusagen zu Interferenzen der Sphären führen, und unser Leben kann unangenehm davon berührt werden.

Oder jemand möchte geliebte Menschen und Orte nicht verlassen, ihnen zur Seite stehen, sie schützen und ihnen helfen. Der Film „Ghosts“ mit Patrick Swayze liefert eine gute Anschauung dessen. Oder manche verstorbene Menschen werden von starken Gefühlen wie Rache, Wut, Gier etc. getrieben oder wollen ihren Besitz nicht hergeben.

Dies sind nur ein paar kurz notierte Beispiele. Wir brauchen uns das nicht eins zu eins vorstellen, dass da der ganze Mensch wirkt, es können sozusagen auch Teilenergien sein. Das Wichtige daran ist, dass diese Energien steckenbleiben und auf unserer Erde, in unserem Leben, in uns einiges anrichten können.

Es ist bekannt, dass es Orte gibt, an denen es Lebenden unheimlich ist wegen der Toten. Viele denken an Schlösser und uralte Orte. An Spuk. Aber das Phänomen ist viel weiter verbreitet und häufiger als gemeinhin angenommen wird. Energien können auch an Gegenständen haften, auch die Energien von Lebenden und Geschehnissen.

Einmal nahm ich auf einem Flohmarkt einen asiatischen Elefanten in die Hand. Mir wurde ganz schwach, ich meinte sterben zu müssen und „sah“ ein Haus – war es in Bangkok, ich erinnere mich nicht mehr genau. Dort breitete sich ein Feuer aus und vier Menschen starben, darunter zwei kleine Kinder. Es war schrecklich. Der immer noch leicht rußige Elefant vom Hamburger Flohmarkt vor 25 bis 30 Jahren hatte sich in diesem Haus befunden.

Dann gibt es Energien, die sich an Menschen anhaften oder in Augenblicken, in denen der Mensch geschwächt ist, sogar in sein System eindringen können. Dies kann in Situationen von Krankheiten, Narkosen oder sonstigen Situationen geschehen, in denen der Mensch offen ist. Meist sind es Energien, die in uns etwas vorfinden, das ihnen ähnelt.

Diese Energien partizipieren dann sozusagen von unserer Lebensenergie, leben mit uns mit, sehen durch unsere Augen usw. Sie können sich ganz klein und unsichtbar machen und nahezu unbemerkbar sein. Sie können auch über mehrere Inkarnationen mitgehen. Aber irgendwann machen sie sich vielleicht doch bemerkbar. Manchmal schnell, manchmal dauert es eine Zeit.

Wenn Sie sich plötzlich verändert haben und Eigenschaften leben, die ihnen fremd erscheinen und Sie sich fragen, was mit Ihnen los ist, kann diese Veränderung auch eine derartige Ursache haben und es wäre sicher hilfreich, dem nachzugehen. So eine Situation sollte man klären oder klären lassen, damit Sie wieder ganz bei und mit sich sein können.

Die Situationen sind so vielfältig wie das Leben selbst. Insofern lassen sich keine allgemeinen Aussagen treffen. Nebenbei erwähnt, meiner Erfahrung nach haben auch Tiere Seelen. Manche können auch zuvor Menschen gewesen sein und danach wieder als Menschen inkarnieren. Ein wichtiger Hund in meinem Leben war so ein Wesen. Ich kann es Ihnen nicht beweisen, aber ich weiß es und nannte ihn oft „mein indischer Prinz“. Er ist vor 25 Jahren gestorben und meiner Schau nach jetzt wieder ein Mensch. Ich finde, man sieht es an den Augen. Er hat mir sehr beigestanden wie auch andere Tiere in meinem Leben.

Insofern ist es sicher förderlich, alle Lebewesen zu ehren. Die Buddhisten sagen: Jede/r könnte in einem Leben Deine Mutter gewesen sein! Ich habe es nicht immer geschafft, so gut zu ihnen zu sein, wie ich es mir wünschen würde. Ich bitte öfter um Vergebung. Auch wenn ich glaube, dass mir diese Vergebung gewährt wurde, ist es trotzdem nicht leicht. Was wir tun können, ist, es loszulassen und zu versuchen, es nicht wieder zu tun und wiedergutzumachen. Ich übe mich weiter darin…

 

 

 

 

 

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