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Angst vor Krankheiten 2

Wenn unser Nervenkostüm überstrapaziert ist und wir von Reizen überflutet werden, kann es sinnvoll sein, sich zu überlegen, wieviel an negativen Nachrichten wir uns zumuten. Ein „Nachrichten-Fasten“ kann in solchen Situationen durchaus sinnvoll und heilsam sein. Wir können das wie eine Magenverstimmung mit Nahrungs- sprich Nachrichtenkarenz auskurieren. Bei chronischen Magenbeschwerden müssen wir langfristig auf unseren Magen und unsere Ernährung achten.

Grundsätzlich ist uns allen bekannt, dass es für unsere Gesundheit förderlich ist, gut auf unsere Ernährung zu achten. Es gibt die Redensart: Du bist, was Du isst. Sie verdeutlicht, was Essen für uns ausmacht.

Dies gilt nicht nur für die körperliche Ernährung. Dies gilt auch für die geistliche Nahrung, die wir uns zuführen. Wir können uns dafür entscheiden, uns gute geistliche Nahrung zuzuführen. Wir können meditieren, in einem guten Buch lesen, aufbauende Fernsehsendungen sehen. Wir können einen schönen Spaziergang in der Natur machen, ein nährendes Essen kochen oder unser Heim verschönern. Wir dürfen uns bewusst machen, dass Leben und Sterben nicht in unserer Hand liegen und uns geistig und seelisch einer liebenden höheren Kraft anvertrauen.

Wir können beten für die Betroffenen und für unseren Schutz und den unserer Lieben. Wir können uns für bessere Lebensumstände weltweit engagieren. Wir dürfen unseren gesunden Menschenverstand anwenden und Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, als da wären: Hände waschen, Handschuhe anziehen, nicht jeden Tag in Menschenmengen baden usw. Wir dürfen andere schützen und in die Armbeuge niesen.

Mir gefällt der Sinnspruch: Glaube an Gott und binde Dein Kamel fest. Dies bedeutet, dass wir auf der Erde das tun sollten, was wir tun können in einer gegebenen Situation. Dazu hat das ewig Göttliche uns mit Fähigkeiten ausgestattet und mit Mitgefühl, um anderen beizustehen.

Wenn wir nicht wissen, was wir tun können, können wir um Einsicht beten. Manchmal dauert es eine Zeit, bis wir eine Antwort erhalten. Wenn man das Gespräch mit dem Göttlichen pflegt, erhalten wir oft schneller Antworten. Diese können zum Beispiel über eine Eingebung, einen Gedanken, das Wort eines Mitmenschen oder etwas, das wir lesen, zu uns kommen.

Wenn Sie sich überfordert fühlen, versuchen Sie ein kurzes Gebet zu sprechen oder gute Gedanken zu denken. Sie werden sehen, dass es Ihnen besser geht. Seien Sie liebevoll mit sich und anderen. Gefühle wie Ängste sind ebenfalls ansteckend und übertragbar. Wir sind dieser Gefahr durch die Schnelligkeit und Häufigkeit der Nachrichten, die uns erreichen, in der heutigen Zeit besonders ausgesetzt. Bildlich gesprochen entsteht quasi eine energetisch aufgeladene Sphäre, die unseren Globus umgibt.

Sie können sich das ungefähr so vorstellen wie eine eingetrübte Luftschicht rund um unsere Erde. Diese negativen Gefühle sind vielleicht sogar schwerwiegender als die Krankheit selbst, weil sie so viele Menschen erfassen und negative Folgen in deren Leben nach sich ziehen können.

Trotz alledem! Martin Luther soll gesagt haben: „Wenn ich wüsste, dass die Welt morgen untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“  Ein schöner Satz und so lebensbejahend. Ein Zen-Meister würde dies in Achtsamkeit und voller Liebe tun und jeden Moment genießen. Der US-Schriftsteller Carlos Castaneda ließ in seinen Büchern den Heilzauberer Don Juan lehren, dass ein Mensch sich den Tod zum Freund machen solle. Erst mit ihm an der Seite würde man voll und ganz leben können.

Der Tod nimmt uns unseren physischen Körper. Unsere Seele und unser Geist leben weiter. Wie und auf welche Art, dazu gibt es viele verschiedene Ansichten. Vielleicht ist dies auch ein Weckruf, bewusster zu leben. Wann der Tod kommt, wissen wir normalerweise nicht. Aber er kommt irgendwann. Er ist die andere Seite der Medaille, die wir annehmen müssen. Die Angst vor dem Tod und dem Sterben wird gerade durch die Ereignisse angefacht, aber der Tod ist sowieso immer da. Am Besten, wir söhnen uns mit ihm aus und geben jedem Tag soviel Leben, wie wir können.

Seien Sie gut zu sich, sorgen Sie für sich, seien Sie liebevoll mit sich und Ihren Ängsten. Seien Sie Ihr bester Freund, Ihre beste Freundin. Trösten Sie sich, wenn Sie mutlos sind. Es gibt immer eine Hoffnung!

 

 

 

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