Artikel und Einträge

Alltag im Shutdown der Gesellschaft

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber bei mir fließen die Tage so dahin. Während die Jüngeren um Ihren Job bangen, Eltern überfordert sind im Spagat zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung, Jugendliche einfach rauswollen und mit ihren Freunden Abenteuer erleben, bin ich zufrieden mit Tagen ohne Terminen und bemerke, wie wohltuend das ist.

Der Grund für diesen Shutdown der Gesellschaft ist nicht schön, aber er hat auch gute Seiten. Die Natur erholt sich, die Luft wird sauberer, Tiere und blauer Himmel sind zu sehen… Ich bin mir bewusst geworden, wie angenehm ein Leben ohne viele Termine im Kalender ist und werde einiges davon beibehalten, wenn die herausfordernden Zeiten vorbei sind. Dabei ist die Zeit innerlich alles andere als passiv. Auf meinen Spaziergängen höre ich meist Vorträge über Handy, vertiefe Kenntnisse und erwerbe neues Wissen.

Gestern fegte ich den Autoabstellplatz von unserem Haus, auch für die anderen Bewohner. Es war angenehm schweißtreibend, und ich hatte das Gefühl, zum Gemeinwohl unserer Hausgemeinschaft beigetragen zu haben.

Ich bin mir sicher, dass es in den nächsten Tagen Regen geben wird. Der Natur und den Bauern wird dies ein wenig helfen. Im Auslandsjournal sah ich einen Bericht, wie in den USA Essbares in rauen Mengen weg geworfen wird. Das bekümmert mich, da viele Menschen dieses Essen dringend brauchen könnten.

Wie wir in dieser Welt leben, verändert sich gerade. Die herausfordernden Aspekte dieser Zeiten können Angst machen. Doch es gibt immer auch gute Seiten in dieser Krise – in jeder Krise. Die Ruhe bewahren, seinen Teil tun und dem Leben seine schönen Momente abgewinnen, auch wenn der Sturm noch so sehr tobt, ist etwas, das wir alle anstreben können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Sonntag!

Ihre Sandra

 

 

 

Schreibe einen Kommentar