Sonne und Schnee im Wandel

Der erste Monat des neues Jahres neigt sich dem Ende zu. Es ist wieder heller geworden. Draußen scheint die Sonne auf Schnee. Ein herrlicher Spaziergang am Ufer der Elbe liegt hinter mir. Und Wochen des Lockdowns. Auch im Winter gehe ich raus ins „Dorf“ und sitze dank faltbarer Unterlegkissen im Handtaschenformat auf einer Bank, plaudere mit Ab- und Anstand und genieße meinen morgendlichen Cappuccino .

Wenige Menschen auf den Straßen, mir neue Gesichtsausdrücke, zum Teil verborgen hinter Masken. Ich lasse es auf mich wirken, lasse überhaupt vieles auf mich wirken. In meinem Inneren hat sich vieles gewandelt. Ich habe längst neue Pfade betreten, lasse mich mehr und mehr auf die physische Intelligenz des Universums ein, die sehr praktisch und bodenständig zur Verbesserung unseres Lebens hier auf der Erde wirken kann. Das habe ich in den vergangenen zwölf Monaten bereits sehr deutlich erfahren.

Ich frage mich, ob ich überhaupt noch einen Blog mit diesem Namen schreiben kann und will. Es ist so wie schon öfter in meinem Leben. Eine Angelegenheit wird – kaum dass sie begonnen – vom Leben hinterfragt und nimmt andere Wege.

Wie wäre es, wenn der Mensch wirklich im Einklang mit dem aufrechten Gang leben könnte? Ohne sich vor vermeintlichen geistigen oder spirituellen Autoritäten beugen zu müssen? Wenn er in innerer Bescheidenheit sein Leben im Einklang mit der Natur und den zehntausend Dingen leben könnte.

Ich habe wieder einmal die Schriften des ehrwürdigen chinesischen alten Meisters Laotse über das Tao hervorgekramt. Während ich von einem bedeutenden Shaolin-Meister der Gegenwart lerne. Ist nicht alles in uns selbst? Würden wir wirklich verrohen, wenn es keine Religion gäbe?

Sich dem Leben hingeben, das Leben im physischen Körper und auf der Erde für alle Lebewesen verbessern, ist vielleicht erstrebenswerter als das Leben als Leiden und Sünde zu begreifen, welches wir so gut wie möglich hinter uns bringen müssen, damit wir auf der anderen Seite belohnt werden.

So viel für heute von einem Menschen, der sich wieder einmal im Wandel befindet.