Zuckerfrei Tag 23 und allgemein zur Entwicklung

Der Blog gerät mir in dieser Zeit persönlicher, als ich zuvor dachte. Die vielen spirituellen Themen, zu denen ich mich äußern möchte, müssen warten. Noch befindet sich das Heilen meines Körpers im Vordergrund. Das macht aber nichts. Auch das ist lehrreich. Und es ist immer eine spirituelle Sicht oder Erfahrung damit verbunden, die ich zu meiner Freude auch benennen kann. Ich hoffe, das ewig Göttliche schenkt mir noch viel Zeit, damit ich vieles teilen kann. Meinen Beitrag dafür leiste ich gerade.

Wir entwickeln uns meist nicht in allen Bereichen gleichmäßig weiter.

Meiner Erfahrung nach gehen ein oder zwei Bereiche voran, andere bleiben zurück. Bei mir liegt der Schwerpunkt der Entwicklung seit vielen Jahren im spirituellen und emotionalen Bereich, der intellektuelle und geistige Bereich hatte viel Raum während der Schul- und universitären Bildung sowie während meiner Berufstätigkeit als Journalistin. Der Körper hinkte oft ein wenig hinterher. Irgendwann oder auch über eine lange Strecke des Weges muss man sich um zurückgebliebene Teile besonders kümmern. Diese Teile brauchen Zuwendung, damit die anderen Bereiche weiterhin gut arbeiten können.

Ich sehe diese unsere Wesen übrigens öfter auch holographisch vor dem geistigen Auge. Die oben angesprochenen Bereiche sind ineinander verwoben und „wabern“ gleichsam als ätherische Gebilde in einer anderen Ebene herum. Ziehen sich zusammen oder erweitern sich, durchaus asymmetrisch und verfügen dennoch über eine Mitte. Auch die Intensität der farblosen Färbung verändert sich. Wenn Sie jetzt stutzen, tut es mir leid. Ich kann es nicht physikalisch erklären, wie so etwas wahrnehmbar ist. Manches ist schwer auszudrücken.

Ich schreibe, glaube ich, das erste Mal in der Überschrift das Wort „Zuckerfrei“.  Gestern hatte ich in meinem Körper einen wunderbaren Tag. Er hat sich so zufrieden, leicht und fließend angefühlt. Kaum Entzugserscheinungen. Ein köstlicher Frieden,  Einklang, eine so angenehme körperliche Ruhe! Das Gewebe schmerzte nicht mehr, die Muskeln nicht und auch die Gelenke sind sehr dankbar.

Gewicht habe ich bestimmt auch verloren. Eine Nachbarin sagte es bei der Begegnung mit mir jedenfalls, und ich fühle es an der Kleidung. Auf die Waage stellen will ich mich nur in größeren Abständen. Wichtig ist der Weg, den ich für mich als heilsam erkannt habe. Wenn man sich zuckerfrei ernährt, wird das Leben einfach. Man muss sich nur umgewöhnen. Um die meisten verarbeiteten Nahrungsmittel muss man einen Bogen machen. Einfache und frische Kost geht meist. Das „Teufelchen“ liegt im Detail. In meinem bisher so geliebten Knoblauchpfeffer befindet sich Zucker, oft in Senf und veganen Brotaufstrichen. Koffein triggert Süßhunger durch Insulinausschüttung, Tomatensoße auch…

Aber das hat man schnell drauf! Der Entzug hatte es in sich. Das ging an Grenzen, und er ist immer noch nicht ganz ausgestanden. Auf ihn folgen jetzt mehr und mehr Lichtblicke. Und ich bin entschlossen, weiter zu machen. Ob ich es immer durchhalte, vermag ich nicht zu sagen. Das ist irgendwann auch nicht mehr wichtig. Wenn ich mich über 300 Tage im Jahr so ernähre, dann habe ich schon viele Kilogramm Zucker gespart, mit denen sich mein Körper nicht mehr auseinandersetzen muss. Und nicht nur die, ich habe ihm auch Geschmacksverstärker und viele dieser seltsamen Buchstaben und Zahlen erspart, die sich merkwürdigerweise in unserem Essen befinden. Es lohnt sich!